Wie eine Wissensbilanz 2.0 Zukunft sichern kann
Die Zeichen der Zeit stehen auf Wandel, die Reden der Politiker sind vollmundig, die Realitäten sprechen ihre eigene Sprache. Ob die viel beschworenen staatlichen Stützen für angeschlagene Unternehmen der gehobenen Kategorie die Rettung auf lange Sicht bringen können ist eines der vielen Streitthemen, die die Krise mit sich bringt. Sowohl Politiker aller Schattierungen als auch Vertreter der Wirtschaft, Wirtschaftswissenschaftler und andere Experten präsentieren immer wieder neue Rezepte. Oftmals erinnert das Vokabular schon an Gesundbeterei und auch die allerorten bekannten Schwarz-Weiß-Maler sind wieder einmal eifrig am Werk. Was von all den mehr oder weniger herzhaften Beteuerungen und gut gemeinten Tipps bleibt, ist die nackte aber doch traurige Realität. So wie die Marktwirtschaft selbst haben auch die Krisen in unserem wirtschaftlichen System ihre eigenen Gesetze. Und genau diese Gesetzmäßigkeiten werden letzten Endes auch dafür bestimmend sein, wer oder was am Markt überlebt, was verschwinden und was anderweitig ersetzt werden wird. Nur so funktioniert Marktwirtschaft und alles Gezeter und Geschrei wird daran nichts ändern! Nicht zuletzt sind Krisen auch immer Reinigungsbäder auswuchernder wirtschaftlicher Prozesse und sorgen für eine marktorientierte Neuordnung. Damit ist dem System von Natur aus auch ein Mittel zur Gesunderhaltung in die Hand gegeben worden. Wer diese Selbstheilungskräfte der Wirtschaft mit staatlichen Mittel manipuliert, sorgt für größeren Schaden, als er ohnehin schon jetzt abzusehen ist. Diese Grundeinsicht ist aber gerade im Wahlkampfjahr 2009 nicht bei allen Politikern angekommen. Was dort derzeit die Geister umtreibt ist die Angst vor Stimmenverlusten, die pure Furcht vor sozialen Verwerfungen und die Ohnmacht angesichts der öffentlichen Infragestellung politischer gesellschaftsbildender Kompetenz.
Wer jedoch der Entwicklung offen gegenübersteht wird auch bei drohenden Rekordzahlen von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit mit der Klarheit umgehen können, dass jeder staatliche Eingriff in die Gesetzmäßigkeiten der Wirtschaft noch größeren Schaden anrichten wird. Wenn Großunternehmen mit Steuergeldern beim langsamen Sterben begleitet werden ist das ein finanzielles und moralisches Verbrechen an allen Arbeitnehmern, die beim Dahinsiechen kleinerer Unternehmen auf der Strecke bleiben und an allen Steuerzahlern ohnehin.
Kluges Krisenmanagement bedarf anderer Strukturen und Instrumente als das Verbrennen ungeheurer Summen an staatlichen Mitteln, die auf kurz oder lang dann auch wieder an anderer Stelle fehlen werden. Die Krise zu bewältigen heißt bei aller Unbequemlichkeit dort einen Schlussstrich zu ziehen, wo das wirtschaftliche Ende der Fahnenstange erreicht ist. Viel mehr lohnt es sich, mit neuem Instrumentarium an den Stellen anzusetzen, wo gesunde Strukturen es wert sind, mit in die Zukunft genommen zu werden. Dabei muss die Betonung auf den gesunden Strukturen liegen! Wer in der Krise jedoch stets die erfolgreiche Vergangenheit und ein altes Image beschwört, die schwierige Gegenwart zum Non plus Ultra jeglichen Handelns bestimmt und dabei den Blick auf die Zukunft verliert kann nur scheitern. Für gesunde Unternehmen und auch Unternehmensteile ist es gerade jetzt wichtig, einen realistischen Blick auf künftige Entwicklungen zu wagen. Mit dem, was wir heute tun bestimmen wir einen guten Teil von dem, was morgen sein wird!
Und so sollten die Unternehmen auch gerade jetzt daran gehen, ihre Kapitalausstattung genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei sind aber nicht nur das Finanzkapital, Gebäude und Ausstattungen von großer Bedeutung. Viel wichtiger erscheint mir, jetzt auch den immateriellen Vermögenswerten endlich wieder die Würdigung zukommen zu lassen, die ihnen gebührt. Humankapital, Strukturkapital und Beziehungskapital sind Werte, die aufgrund der Tatsache, dass sie bisher nicht messbar erschienen, völlig unterbewertet wurden. Aber genau in diesem Bereich der immateriellen Werte können Unternehmen eine recht genaue Standortbestimmung für aktuelle und vor allem auch kommende Entwicklungen gewinnbringend einsetzen. Sie müssen sich nur trauen!
Mit dem System Seneca der Wissensbilanz 2.0 geben die Entwickler den Unternehmen ein Instrument in die Hand, mit dem sich bislang immaterielle Werte durchaus materialisieren lassen. So kann jedem Unternehmen, jedem Unternehmensbereich, jeder Abteilung und sogar jedem einzelnen Mitarbeiter ein realer Wert zugeordnet werden. Diese Wertigkeiten gehen in ihrer Evaluationstiefe und im Aussagewert weit darüber hinaus, was bisher bekannt war. Mit einer Wissensbilanz 2.0 werden Entscheidungen bezüglich der Ausgestaltung und Steuerung von Arbeitnehmereinsatz, der Strukturen im wirtschaftlichen Umfeld und des Beziehungsmanagements zu Zulieferern, Partnern und Kunden deutlicher sichtbar als je zuvor. Wertigkeiten können neu bemessen, derzeitiger und künftiger Bedarf klar bestimmt werden und somit Entscheidungen auf aussagekräftige Werte zurückgeführt werden. Das schützt nicht zuletzt auch Arbeitskräfte vor allzu schneller Vernichtung und hält Kompetenzen im Unternehmen. Und die werden gerade auch in der Zukunft gebraucht. Wer leichtfertig Chancen vergibt, wie sie auch mit der Wissensbilanz 2.0 sichtbar gemacht werden können, der wird auch nach dem schmerzhaften Überleben der Krise Schwierigkeiten haben, sich neu und vor allem erfolgreich am Markt der Zukunft zu positionieren. Mit dem Einsatz der Wissensbilanz 2.0 haben bereits erste Unternehmen und Kommunen begonnen, ihre Strukturen neu zu definieren und wichtige Entscheidungsprozesse auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen, die wirklich alltagstauglich ist. Andere Unternehmen beschäftigen sich noch mit ihrer Entscheidung für die Wissensbilanz 2.0 Wer jetzt aber gar nichts tun vergeudet wertvolle Zeit!
Auch wenn es derzeit nicht so aussieht – die Zukunft hat bereits begonnen! Und während die Politik noch darüber streitet, welche Unternehmen mit wieviel Geld totgebetet werden ist es doch an der Zeit, genau dieses Geld in Projekte zu investieren, die Unternehmen auf dem Weg durch die Krise wirklich helfen können. Das ist neben einer genauen Bilanzierung materieller und immaterieller Unternehmenswerte das Rezept, das Gesundung unterstützen kann!