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Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz und Wissensbilanz(ierung)

Posted by Olaf Hoffmann on Feb 16th, 2009 and filed under Wissensbilanz. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. Both comments and pings are currently closed.

Es ist an der Zeit, zu Handeln!

 

Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sind Weichenstellungen geschaffen, die Änderungen in der Bilanzierung von Unternehmen größeren Ausmaßes nach sich ziehen. Einige dieser Neuerungen werden jetzt noch unterschätzt oder sind in ihrer konkreten Durchführbarkeit stark bezweifelt. Besonders mit der nun möglichen Bilanzierung immaterieller Unternehmenswerte tun sich Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und die Unternehmen selbst noch recht schwer. Immerhin erfordern Bilanzen klare, nachweisbare Zahlen und es war bisher schwierig, wenn nicht gar unmöglich, immateriellen Vermögenswerten Zahlen zuzuordnen. Bestenfalls der Aufwand zur Schaffung immaterieller Vermögenswerte wie beispielsweise der von Patenten konnte halbwegs klar beziffert werden. Die Wirkungen von Aufwand und Ergebnis bleiben bisher dann doch eher unbetrachtet.

 

Zum Jahreswechsel 2008/2009 wurde ein Modell der Wissensbilanzierung der Öffentlichkeit vorgestellt, das einen klaren Weg aus diesem Dilemma bietet. Eine Wissensbilanzierung, die in der Endkonsequenz in klaren und vergleichbaren Zahlen, nämlich in Euro oder Dollar, aufzeigt, wie hoch die immateriellen Werte eines Unternehmens sind, ist verfügbar! Eigenartig erscheint jetzt nur, warum sich gerade deutsche Unternehmen bei der Anwendung und Implizierung dieser Wissensbilanz so schwer tun. Dabei können doch so Unternehmenswerte viel umfassender dargestellt und dokumentiert werden. Darüber hinaus wird Kapital in Zahlen sichtbar, dass bislang bestenfalls in Worten zu fassen war. Das hat nicht zuletzt auch steuerliche Auswirkungen auf die Unternehmen!

 

Möglicherweise liegt die Scheu an der Wissensbilanzierung an den bisher verwendeten Modellen, die keinerlei rechenbare Aussagekraft für die Unternehmen hatten. Doch damit ist jetzt Schluss! Ab sofort ist den Schweizern beispielsweise die Möglichkeit gegeben, mit einer Lite-Version der neuen Wissensbilanz zu prüfen, welchen Aussagewert erzielt werden kann. Diese gewissermaßen Beta-Version weist eindrucksvoll nach, dass auch immaterielle Vermögenswerte objektiv messbar sind und mit klaren Zahlen versehen werden können. Damit wird nicht nur der gegenwärtige Stand eines Unternehmens dokumentiert, selbst bisher nicht bemerkte Bedarfe können ganz klar festgelegt werden.

 

Wenn man in Bezug auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz den Faktor Zeit anspricht, wird klar, dass es für die Implementierung der neuen Wissensbilanz gerade für größere Unternehmen und solche des nicht produzierenden Sektors höchste Zeit wird, die neue Wissensbilanz 2.0 zum Werkzeug umfassender Bilanzierung immaterieller Werte zu machen. Jeder verschenkte Tag kommt hier verschenktem Geld gleich. Denn nach dem jetzigen Stand können Unternehmen bereits für 2009 die neuen Zahlen auch immateriellen Vermögens schon mit in die nächste Bilanz einfließen lassen. Und ab 2010 kommt dann ohnehin kein bilanzierungspflichtiges Unternehmen darum herum, es sei denn, man zahlt gern dort zuviel, wo eine Menge zu sparen ist.

 

Selbst für nicht bilanzierungspflichtige Unternehmen bietet die Wissensbilanz 2.0 meist noch ungeahnte Spielräume. Erstmals ist es damit möglich, Personal- und Entwicklungsentscheidungen mit einem fundierten Zahlenwerk zu untermauern, dass nicht nur Kosten sondern vor allem auch Nutzen darstellen kann.

 

So wird es höchste Zeit, die Wissensbilanz 2.0 schon jetzt in die Unternehmensbilanzierung zu implementieren. Während die Schweizer dazu bereits die ersten Schritte unternommen haben, sitzen wir mit deutscher Gründlichkeit und Behäbigkeit noch hinter unseren Listen der Zweifel und Abwägungen. Dabei ist es höchste Zeit zum Handeln!

 

Interessant wird sein, wie die Kommunen diese Form der Bilanzierung annehmen werden. Erste Signale dafür bietet die morgen beginnende KomCom Nord 2009 in Hannover.

 

Weitere Informationen unter www.komcom.de

 

und unter: https://wissensbilanz.ch

 

 

Olaf Hoffmann

Geradeaus…die Berater

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